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Knie

Knorpelschaden: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Ein Knorpelschaden im Knie ist nicht gleichzusetzen mit einer Arthrose. Er kann ein umschriebener Defekt nach einem Unfall oder einer Überlastung sein, oder der Anfang einer Arthrose. Bei Ortho4Sport in Köln-Rodenkirchen klären wir, was bei Ihnen vorliegt, und planen die Behandlung entsprechend.

Knorpelschaden: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Beschwerden und Warnzeichen

Gelenkknorpel überzieht die Gleitflächen von Oberschenkel, Schienbein und Kniescheibe. Er ist glatt und elastisch, besitzt aber keine Nerven und keine eigene Blutversorgung und regeneriert sich deshalb kaum. Von einer Arthrose sprechen wir erst, wenn das ganze Gelenk betroffen ist und der Umbau fortschreitet.3 Ein umschriebener Knorpelschaden betrifft dagegen eine begrenzte Stelle.

  • Belastungsabhängiger Schmerz, vor allem beim Treppensteigen, in der Hocke und bergab
  • Schmerz bei Drehbewegungen unter Last oder bei tiefer Beugung
  • Wiederkehrende Ergüsse nach Belastung
  • Ein Gefühl von Reiben oder Einhaken, manchmal ein kurzes Blockieren, wenn sich Knorpelanteile gelöst haben
  • Schmerz nach längerem Sitzen mit gebeugten Knien, besonders bei Schäden an der Kniescheibe

Ein Knorpelschaden entsteht durch einen Unfall wie Sturz, Verdrehung oder Kniescheibenverrenkung, durch dauerhafte Überlastung, durch eine Fehlstellung der Beinachse oder zusammen mit anderen Verletzungen. Er ist häufiger, als viele denken, und oft ein Nebenbefund: In einer Übersichtsarbeit mit niedriger Evidenzstufe fanden sich bei Sportlern in etwa jedem dritten Knie umschriebene Knorpeldefekte, bei fast jedem zweiten Betroffenen zugleich ein Meniskusriss, und ein Teil hatte bei der Diagnose keine Beschwerden.1

Diagnostik bei Ortho4Sport

Weil Knorpelschäden auch ohne Beschwerden vorkommen, ist der Befund allein nie die Diagnose. Wir fragen, ob er zu dem passt, was Ihr Knie im Alltag macht.1

Gespräch und klinische Untersuchung

Wir fragen nach Auslöser, Schmerzort und Belastung und prüfen Erguss, Beweglichkeit, Reiben, Druckschmerz und die Stellung der Beinachse. Der Schmerzort verrät viel: Sitzt er hinter der Kniescheibe, an der Innen- oder an der Außenseite?

Ultraschall

Der Ultraschall zeigt Erguss und eine gereizte Gelenkschleimhaut ohne Strahlung. Die Knorpeloberfläche im Gelenk kann er nicht verlässlich beurteilen; dafür ist er ein guter Weg, andere Ursachen wie Sehnen oder Schleimbeutel zu erkennen.

Bewegungsanalyse

Wir sehen uns Beinachse, Kniescheibenführung und Bewegungsmuster in Hocke und Einbeinstand an. Ein Knie, das unter Last nach innen fällt, belastet bestimmte Knorpelanteile stärker, und das lässt sich im Training verbessern.

Kernspintomographie bei externen Partnern

Wo ein Defekt sitzt, wie groß und tief er ist, zeigt das MRT zuverlässig. Ein eigenes Gerät haben wir nicht; wir veranlassen die Untersuchung extern, wenn Befund und Beschwerden dafür sprechen oder wenn eine Operation zur Frage steht. Die Größe des Defekts ist für die weitere Entscheidung wichtig.2

Behandlung

Da Defekte auch ohne Beschwerden vorkommen, behandeln wir Ihre Beschwerden und die Belastbarkeit Ihres Knies, nicht allein den Befund. Die Behandlung läuft in Stufen.

  1. Belastung steuern und Reizung beruhigen

    Wir legen fest, welche Belastungen das Knie aktuell verträgt, und wechseln vorübergehend zu gelenkschonenden Formen wie Radfahren oder Schwimmen, wenn Sprünge und Drehungen zu viel sind. Ziel ist ein ruhiges Gelenk ohne wiederkehrenden Erguss.

  2. Muskulatur und Beinachse stärken

    Kräftige Oberschenkel- und Hüftmuskeln fangen Belastung ab und entlasten den Knorpel. Knorpel wird über die Gelenkflüssigkeit ernährt, und das gelingt nur unter dosierter Bewegung. Deshalb ist Schonung auf Dauer keine Lösung.

  3. Ergänzende Verfahren nach Aufklärung

    Bei der PRP-Therapie wird plättchenreiches Plasma aus Ihrem Eigenblut ins Gelenk gespritzt. Eine Leitlinienempfehlung gibt es dafür bei Kniearthrose: PRP kann dort in Betracht gezogen werden, wenn andere Maßnahmen nicht geeignet sind oder nicht wirken, bei uneinheitlicher Studienqualität.3 Für einen umschriebenen Knorpelschaden ohne Arthrose gilt diese Aussage nicht ohne Weiteres. Die PRP-Therapie ist eine Selbstzahler- bzw. Wahlleistung nach GOÄ; wir besprechen Nutzen, Grenzen und Kosten vorab. Ergänzend kann eine osteopathische Behandlung der betroffenen Struktur und des umliegenden Gewebes Teil des Plans sein; sie begleitet das Training, ersetzt es aber nicht.

Wann eine OP sinnvoll sein kann

Eine operative Knorpeltherapie kommt nur bei bestimmten Defekten infrage. Die Arbeitsgruppe Klinische Geweberegeneration der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie sieht eine Indikation für die Knorpelzelltransplantation bei Defekten ab etwa drei bis vier Quadratzentimetern, bei jungen, sportlich aktiven Patienten schon ab etwa 2,5 Quadratzentimetern; eine fortgeschrittene Arthrose gilt als wichtigste Gegenanzeige.2 Wir führen keine Operationen durch, ordnen die Frage unabhängig ein und stellen bei Bedarf den Kontakt zu einem Zentrum her.

  • Ein im MRT bestätigter Defekt von ausreichender Größe, der zu Ihren Beschwerden passt
  • Anhaltende Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung
  • Ein blockierendes Knie durch gelöste Knorpelanteile
  • Begleitschäden wie ein Kreuzband- oder Meniskusriss, die selbst eine Operation verlangen
  • Keine fortgeschrittene Arthrose im Gelenk

Kosten

Was Diagnostik und Behandlung bei Ihnen kosten, hängt vom Befund und vom gewählten Vorgehen ab. Wir besprechen die Kosten vorab mit Ihnen.

Kontakt aufnehmen
  • Abrechnung nach GOÄ

    Ortho4Sport ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

  • Privatversicherung und Beihilfe

    Die Erstattung läuft über Ihre Privatversicherung oder die Beihilfe.

  • Selbstzahler

    Sie können alle Leistungen auch als Selbstzahler direkt mit uns abrechnen – mit einer verständlichen Rechnung nach GOÄ.

Häufige Fragen

Quellen

  1. Flanigan DC et al.: Prevalence of chondral defects in athletes' knees: a systematic review. In: Med Sci Sports Exerc 2010; 42(10):1795-1801. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20216470/
  2. Niemeyer P et al. (Arbeitsgruppe Klinische Geweberegeneration der DGOU): Autologous chondrocyte implantation (ACI) for cartilage defects of the knee: a guideline. In: Knee 2016; 23(3):426-435. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26947215/
  3. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) u. a.: S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Gonarthrose. AWMF-Register Nr. 187-050, Version 5.0, Stand Mai 2025. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050

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