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Unterschenkel

Stressfraktur: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Ein Schmerz, der an einem Punkt am Knochen sitzt, beim Laufen oder Springen zunimmt und mit der Zeit auch beim Gehen auftritt, kann ein Ermüdungsbruch sein. Meist genügt eine Phase angepasster Belastung, doch die Diagnose muss sicher sein. Bei Ortho4Sport in Köln-Rodenkirchen klären wir ihn ab, ordnen ihn ein und bauen die Belastung danach schrittweise auf.

Stressfraktur: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Beschwerden und Warnzeichen

Eine Knochenstressverletzung entsteht, wenn der Knochen die wiederholte Belastung nicht mehr verkraftet. Sie liegt auf einem Spektrum von der Stressreaktion über die Stressfraktur bis zum vollständigen Bruch.1 Gemeint ist hier der Ermüdungsbruch, der bei gesundem Knochen durch wiederholte Belastung entsteht. Er ist von einem Bruch bei vorgeschädigtem Knochen, etwa durch Osteoporose, zu unterscheiden.3 Bei Läufern sind besonders Schienbein, Mittelfuß und Fersenbein betroffen.

  • Schmerz an einem genau zu tastenden Punkt am Knochen, der bei Belastung zunimmt
  • Zu Beginn nur beim Laufen oder Springen, später auch beim Gehen und im Stehen
  • Druckschmerz oder leichte Schwellung über dem betroffenen Knochen
  • Schmerz, der trotz Pausen von wenigen Tagen immer wiederkehrt
  • Beim Mittelfuß Schmerz am Fußrücken, der beim Abrollen zunimmt

Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Belastung und Erholung: Jeder Ermüdungsbruch entsteht durch einen Fehler in der Dosierung der Belastung.7 Dazu gehören schnelle Steigerungen von Umfang oder Intensität. Dazu kommen Faktoren, die den Knochen schwächen: zu wenig Energiezufuhr im Verhältnis zum Training, ein Mangel an Kalzium oder Vitamin D und bei Frauen eine Störung des Zyklus.2 Das Fachgebiet beschreibt diese Zusammenhänge als relatives Energiedefizit im Sport, das Training und Ernährung gemeinsam betrachtet.6

Diagnostik bei Ortho4Sport

Bei den meisten Ermüdungsbrüchen ist die Diagnose zuerst klinisch, Bildgebung kommt gezielt hinzu.5 Bei Ortho4Sport untersucht Sie ein Arzt unseres Teams.

Gespräch und Untersuchung

Wir fragen nach der Trainingsgeschichte, nach Pausen, Ernährung und nach früheren Knochenbeschwerden. Dann tasten wir den Knochen ab und prüfen, ob Einbeinstand oder Hüpfen den Schmerz am selben Punkt auslösen.

Bildgebung gezielt einsetzen

Als Erstes dient das Röntgenbild. Bleibt der Befund unklar, folgt weitere Bildgebung: Die Kernspintomographie liefert die umfassendste Beurteilung des Knochens, die Computertomographie zeigt Bruchlinien besonders fein.4

Digitale Volumentomographie

Die DVT in unserer Praxis stellt Knochen in drei Dimensionen dar und kann feine Bruchlinien zeigen, die auf dem Röntgenbild verborgen bleiben. Die Leistungsseite nennt Ermüdungsbrüche bei Sportlern als Einsatzgebiet.

Risikostellen und Risikofaktoren

Wir prüfen, ob die Stelle zu den Hochrisiko-Bereichen gehört, die langsamer heilen, und welche Faktoren beigetragen haben: Trainingsplan, Ernährung, Fußaufsatz, Beinachse und Muskelkraft.5

Kernspintomographie bei externen Partnern

Ein MRT haben wir nicht im Haus. Wir veranlassen es bei einem externen Partner, wenn der Befund unklar bleibt oder eine Einstufung im MRT für den Wiedereinstieg hilfreich wäre.2

Behandlung

Die meisten Ermüdungsbrüche heilen nach einer Zeit veränderter Belastung und einem schrittweisen Wiedereinstieg; weil sie häufig wiederkehren, gehört die Suche nach den Ursachen dazu.1 Als grober Rahmen bis zur Rückkehr zur vollen Belastung werden vier Wochen bis zu einem Jahr genannt, je nach Lage.8 Bei Ortho4Sport in Köln-Rodenkirchen gehen wir in Stufen vor.

  1. Stufe 1: Belastung ändern

    Die auslösende Belastung wird je nach Lage reduziert oder pausiert, bei Hochrisiko-Stellen kann eine vollständige Entlastung nötig sein. Ausdauer erhalten Sie mit schonenden Alternativen. Die Entscheidung trifft der Arzt nach Befund und Stelle.5

  2. Stufe 2: Ursachen angehen

    Wir prüfen Ernährung, Trainingsplan und Erholung. Bei Verdacht auf ein relatives Energiedefizit ist eine gemeinsame Betrachtung von Ernährung und Belastung nötig.6 Nach wiederholten Ermüdungsbrüchen kann es sinnvoll sein, die Belastung je Schritt zu senken, etwa durch eine höhere Schrittfrequenz.7

  3. Stufe 3: Kraft und Belastbarkeit aufbauen

    Wir kräftigen die Muskeln, die den Knochen entlasten: die Wade bei Schienbeinbrüchen, die kleinen Fußmuskeln bei Mittelfußbrüchen.1 Die Last wächst schrittweise.

  4. Stufe 4: Rückkehr in den Sport

    Gehen, Laufen und Springen kommen in festen Schritten zurück. Wir steigern nur, wenn der Knochen am Folgetag ruhig bleibt. Ein Zeitversprechen geben wir nicht.

Wann Sie zeitnah ärztlich abklären lassen sollten

Die meisten Ermüdungsbrüche haben eine gute Prognose. Bei bestimmten Stellen, darunter vordere Schienbeinkante, Kahnbein im Fuß und Ansatz des fünften Mittelfußknochens, ist das Risiko für einen verzögerten Verlauf höher; sie erfordern eine frühere und umfassendere Abklärung und eine strengere Entlastung.5 Lassen Sie sich zeitnah untersuchen, wenn eines der folgenden Zeichen zutrifft.

  • Ein Schmerzpunkt am Knochen, der beim Gehen zunimmt
  • Schmerz in Ruhe oder nachts
  • Schmerz an der Vorderkante des Schienbeins, am äußeren Mittelfuß oder am Kahnbein
  • Schwellung oder Überwärmung an der betroffenen Stelle
  • Schmerz, der nach Belastungspause am selben Punkt zurückkehrt

Kosten

Was Diagnostik und Behandlung bei Ihnen kosten, hängt vom Befund und vom gewählten Vorgehen ab. Wir besprechen die Kosten vorab mit Ihnen.

Kontakt aufnehmen
  • Abrechnung nach GOÄ

    Ortho4Sport ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

  • Privatversicherung und Beihilfe

    Die Erstattung läuft über Ihre Privatversicherung oder die Beihilfe.

  • Selbstzahler

    Sie können alle Leistungen auch als Selbstzahler direkt mit uns abrechnen – mit einer verständlichen Rechnung nach GOÄ.

Häufige Fragen

Quellen

  1. Warden SJ, Davis IS, Fredericson M: Management and prevention of bone stress injuries in long-distance runners. In: J Orthop Sports Phys Ther 2014; 44(10):749-765. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25103133/
  2. Tenforde AS, Kraus E, Fredericson M: Bone stress injuries in runners. In: Phys Med Rehabil Clin N Am 2016; 27(1):139-149. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26616181/
  3. Matcuk GR et al.: Stress fractures: pathophysiology, clinical presentation, imaging features, and treatment options. In: Emerg Radiol 2016; 23(4):365-375. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27002328/
  4. Sofka CM: Imaging of stress fractures. In: Clin Sports Med 2006; 25(1):53-62. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16324973/
  5. McInnis KC, Ramey LN: High-risk stress fractures: diagnosis and management. In: PM R 2016; 8(3 Suppl):S113-S124. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26972260/
  6. Mountjoy M et al.: 2023 International Olympic Committee's (IOC) consensus statement on Relative Energy Deficiency in Sport (REDs). In: Br J Sports Med 2023; 57(17):1073-1097. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37752011/
  7. Warden SJ, Edwards WB, Willy RW: Preventing bone stress injuries in runners with optimal workload. In: Curr Osteoporos Rep 2021; 19(3):298-307. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33635519/
  8. Kahanov L et al.: Diagnosis, treatment, and rehabilitation of stress fractures in the lower extremity in runners. In: Open Access J Sports Med 2015; 6:87-95. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25848327/

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