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Knie

Schmerzen hinter der Kniescheibe: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Schmerzen hinter oder rund um die Kniescheibe beim Treppensteigen, in der Hocke oder nach langem Sitzen gehören zu den häufigsten Knieproblemen bei Sportlern. Meist ist das Gelenk zwischen Kniescheibe und Oberschenkel überlastet, nicht zwangsläufig geschädigt. Bei Ortho4Sport in Köln-Rodenkirchen suchen wir die Ursache in Knie, Hüfte und Bewegungsmuster und behandeln sie mit gezieltem Training und manuellen Techniken.

Schmerzen hinter der Kniescheibe: Diagnostik und Behandlung in Köln-Rodenkirchen

Beschwerden und Warnzeichen

Die Kniescheibe gleitet bei jeder Beugung in einer Rinne am Oberschenkelknochen und leitet dabei die Kraft des Oberschenkelstreckers um. Von einem patellofemoralen Schmerzsyndrom sprechen Ärzte, wenn der Schmerz um oder hinter der Kniescheibe sitzt und sich bei Belastung mit gebeugtem Knie verstärkt, etwa beim Hocken, Treppensteigen, Laufen oder Springen. Eine internationale Expertengruppe fasst darunter auch die Begriffe Chondromalazie, vorderer Knieschmerz und „runner's knee“ zusammen.1

  • Dumpfer, schlecht zu verortender Schmerz hinter oder um die Kniescheibe
  • Schmerz beim Treppensteigen, in der tiefen Hocke, beim Bergablaufen und Springen
  • Schmerz nach längerem Sitzen mit gebeugten Knien, der sich nach den ersten Schritten legt
  • Reiben oder Knirschen beim Beugen, manchmal ohne Schmerz
  • Gelegentlich ein Gefühl von Unsicherheit der Kniescheibe, ohne dass sie ausgerenkt wäre

Das Schmerzsyndrom entsteht meist aus einem Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit: Das Training wächst schneller, als das Gelenk sich anpasst, oder Hüft- und Oberschenkelmuskeln führen das Knie nicht stabil. Der Zusammenhang zwischen Bildbefund und Schmerz ist nach Einschätzung der Expertengruppe unscharf, Veränderungen im Gelenk erklären die Beschwerden also nicht sicher.1 Der Verlauf kann sich über Jahre hinziehen, weshalb sich ein konsequenter Aufbau lohnt.1

Diagnostik bei Ortho4Sport

Die körperliche Untersuchung ist nach der Expertengruppe der Eckpfeiler der Diagnose; einen einzelnen Test, der sie allein beweist, gibt es nicht.1 Bei Ortho4Sport untersucht Sie ein Arzt unseres Teams.

Gespräch und Hocke-Test

Wir fragen, wann der Schmerz kommt und was ihn auslöst, und prüfen, ob er in der tiefen Hocke auftritt. Dieser Schmerz in der Kniebeuge gilt als verlässlichster verfügbarer Einzeltest; der Reibetest an der Kniescheibe (Clarke-Zeichen) ist dagegen wenig aussagekräftig.1 Dazu tasten wir die Ränder der Kniescheibe ab und prüfen Erguss und Beweglichkeit.

Stabilität der Kniescheibe

Wir fragen nach früheren Verrenkungen und prüfen, ob die Kniescheibe seitlich ausweicht. Patienten mit Verrenkungen in der Vorgeschichte gelten als eigene Gruppe mit anderen Ursachen und anderer Behandlung.1

Ultraschall

Der Ultraschall zeigt Erguss, Patellasehne, Quadrizepssehne und Schleimbeutel ohne Strahlung. So erkennen wir andere Schmerzquellen rund um die Kniescheibe. Den Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe bildet er nicht ab.

Bewegungsanalyse

In Hocke, Treppenschritt und Einbeinstand sehen wir, ob das Knie nach innen einknickt, das Becken absinkt oder der Fuß einsinkt. Das sind Ansatzpunkte für das Training und kein Beweis für eine einzelne Ursache.

Bildgebung nur bei einer Frage

Bei typischem Verlauf sind weder Röntgen noch Kernspintomographie nötig. Sie kommen infrage nach einem Unfall, bei Verrenkungen in der Vorgeschichte oder wenn die Behandlung nicht greift. Ein MRT haben wir nicht im Haus; wir veranlassen es bei einem externen Partner.

Behandlung

Die internationale Empfehlung stützt sich auf aktive Behandlung: Training, das Hüfte und Knie verbindet, kombinierte Maßnahmen und Fußeinlagen. Einzelne Mobilisationen allein und elektrophysikalische Anwendungen werden nicht empfohlen, bei Tape und Bandage ist die Studienlage unsicher.2 Bei Ortho4Sport in Köln-Rodenkirchen bauen wir deshalb auf Training auf.

  1. Stufe 1: Belastung dosieren

    Wir bestimmen, welche Tiefe und Häufigkeit das Gelenk aktuell verträgt. Tiefe Beugung unter Last, Bergablaufen und Sprünge reduzieren Sie vorübergehend, Radfahren, Schwimmen und Krafttraining im schmerzarmen Bereich bleiben meist möglich. Eine lange Pause ist selten die Lösung.

  2. Stufe 2: Hüfte und Oberschenkel gemeinsam kräftigen

    Eine Übersichtsarbeit mit 14 Studien fand starke Hinweise, dass Hüft- und Oberschenkeltraining zusammen Schmerz und Funktion kurzfristig verbessern, und begrenzte Hinweise auf einen zusätzlichen Vorteil gegenüber reinem Oberschenkeltraining nach einem Jahr.3 Wir trainieren daher beides und steigern schrittweise.

  3. Stufe 3: Bewegungsmuster und Fuß beachten

    Zeigt die Analyse ein einknickendes Knie oder einen einsinkenden Fuß, üben wir die Kontrolle in Treppe, Hocke und Landung. Fußeinlagen besprechen wir als Ergänzung, wenn die Untersuchung dafür spricht; dafür vermessen wir Ihre Füße.2

  4. Stufe 4: Zurück zu Alltag und Sport

    Wir erhöhen Tiefe, Last und Tempo schrittweise nach Ihrer Rückmeldung am Folgetag. Der Aufbau braucht Geduld. Zeitversprechen geben wir nicht, weil der Verlauf individuell ist. Ergänzend kann eine osteopathische Behandlung der betroffenen Struktur und des umliegenden Gewebes Teil des Plans sein; sie begleitet das Training, ersetzt es aber nicht.

Wann Sie zeitnah ärztlich abklären lassen sollten

Der vordere Knieschmerz ist meist harmlos, aber nicht in jedem Fall. Lassen Sie sich zeitnah ärztlich untersuchen, wenn eines der folgenden Zeichen zutrifft. Dann steht eine andere Frage im Vordergrund als beim klassischen Schmerzsyndrom.

  • Die Kniescheibe ist verrenkt oder sprang schon einmal aus ihrer Rinne
  • Das Knie ist nach einem Sturz oder Schlag angeschwollen
  • Das Knie blockiert oder lässt sich nicht mehr ganz strecken
  • Der Schmerz tritt in Ruhe oder nachts auf
  • Trotz mehrwöchigen, angepassten Trainings nehmen die Beschwerden zu

Kosten

Was Diagnostik und Behandlung bei Ihnen kosten, hängt vom Befund und vom gewählten Vorgehen ab. Wir besprechen die Kosten vorab mit Ihnen.

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  • Abrechnung nach GOÄ

    Ortho4Sport ist eine Privatpraxis. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

  • Privatversicherung und Beihilfe

    Die Erstattung läuft über Ihre Privatversicherung oder die Beihilfe.

  • Selbstzahler

    Sie können alle Leistungen auch als Selbstzahler direkt mit uns abrechnen – mit einer verständlichen Rechnung nach GOÄ.

Häufige Fragen

Quellen

  1. Crossley KM et al.: 2016 Patellofemoral pain consensus statement from the 4th International Patellofemoral Pain Research Retreat, Manchester. Part 1: Terminology, definitions, clinical examination, natural history, patellofemoral osteoarthritis and patient-reported outcome measures. In: Br J Sports Med 2016; 50(14):839-843. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27343241/
  2. Collins NJ et al.: 2018 Consensus statement on exercise therapy and physical interventions (orthoses, taping and manual therapy) to treat patellofemoral pain: recommendations from the 5th International Patellofemoral Pain Research Retreat, Gold Coast, Australia, 2017. In: Br J Sports Med 2018; 52(18):1170-1178. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29925502/
  3. Lack S et al.: Proximal muscle rehabilitation is effective for patellofemoral pain: a systematic review with meta-analysis. In: Br J Sports Med 2015; 49(21):1365-1376. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26175019/

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