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last_updated: 2026-10-15
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**Therapie**

# **Schulter-Impingement: Ursachen, Symptome und Behandlung ohne OP**

Impingement der Schulter: typische Symptome, Tests beim Arzt, Übungen und wie lange die Behandlung ohne OP dauert. Evidenzbasiert erklärt von Luca Vorrat.

**Luca Vorrat**16. März 2026 14 Min.

Medizinisch geprüft von [~~Prof. Dr. Oliver Tobolski~~](https://www.ortho4sport.de/team/prof-dr-oliver-tobolski) am 16. März 2026

![Schulter-Impingement: Ursachen, Symptome und Behandlung ohne OP](https://www.ortho4sport.de/_vercel/image?url=%2Fimages%2Fratgeber%2Fop-vermeidung-schulteruntersuchung.webp&w=1536&q=80)

## Das Wichtigste in Kürze

- Das Schulter-Impingement (subakromiales Schmerzsyndrom) ist eine der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen — verursacht durch eine funktionelle Enge unter dem Schulterdach.
- Typisch ist der sogenannte schmerzhafte Bogen: Schmerzen beim seitlichen Armheben zwischen 60° und 120°.
- In den meisten Fällen lässt sich ein Impingement konservativ behandeln — mit gezielter Physiotherapie, Kräftigung der Rotatorenmanschette und Schulterblatt-Stabilisation.
- Aktuelle Studien zeigen: Die operative subakromiale Dekompression ist einer Schein-OP in kontrollierten Studien nicht überlegen.<sup>1</sup>
- Bei rund 60 % der Betroffenen führt die konservative Behandlung innerhalb von zwei Jahren zu einem zufriedenstellenden Ergebnis<sup>4</sup> — Voraussetzung ist eine konsequente Übungstherapie.

## Was ist ein Schulter-Impingement?

Das Schulter-Impingement — in der Fachsprache subakromiales Schmerzsyndrom (SAPS) — beschreibt eine schmerzhafte Enge im Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (Akromion). In diesem Raum verlaufen Sehnen der Rotatorenmanschette (eine Gruppe von vier Muskeln, die das Schultergelenk stabilisieren) sowie ein Schleimbeutel, die Bursa subacromialis. Wenn dieser Raum zu eng wird, werden die Weichteile bei Armbewegungen eingeklemmt — es kommt zum sogenannten Impingement (englisch für "Einklemmung").

Das Schulter-Impingement ist keine einzelne Diagnose, sondern ein Überbegriff für verschiedene Ursachen von Schulterschmerzen im subakromialen Raum. Es gehört zu den häufigsten Gründen für Schulterbeschwerden in der orthopädischen Praxis.<sup>4</sup>

### Primäres und sekundäres Impingement

Beim **primären Impingement** wird der subakromiale Raum durch strukturelle Veränderungen eingeengt — etwa durch einen Knochensporn am Akromion, eine verdickte Bursa oder anlagebedingte Formvarianten des Schulterdachs.

Das **sekundäre Impingement** entsteht durch funktionelle Ursachen: Muskuläre Dysbalancen, eine gestörte Schulterblattführung (Skapuladyskinesie) oder eine Instabilität des Schultergelenks führen dazu, dass der Oberarmkopf bei Bewegungen nach oben wandert und den subakromialen Raum verengt. Diese Form ist deutlich häufiger und lässt sich in der Regel sehr gut konservativ behandeln.

## Ursachen und Risikofaktoren

Ein Schulter-Impingement entwickelt sich meist nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

- **Überkopfbewegungen:** Wiederholte Armbewegungen über Schulterhöhe — beim Sport (Schwimmen, Tennis, Volleyball, Klettern) oder im Beruf (Maler, Elektriker, Lagerarbeit) — belasten den subakromialen Raum und die Sehnen der Rotatorenmanschette.
- **Muskuläre Dysbalancen:** Wenn die Schulterblatt-stabilisierende Muskulatur (Serratus anterior, unterer Trapezius) zu schwach ist, kippt das Schulterblatt ungünstig und verengt den subakromialen Raum.
- **Schleimbeutelentzündung (Bursitis):** Eine entzündete und geschwollene Bursa subacromialis nimmt mehr Platz ein und verstärkt die Enge.
- **Degenerative Veränderungen:** Mit zunehmendem Alter können Knochenanbauten (Osteophyten) am Akromion oder am Schultereckgelenk den Raum verengen.
- **Verkürzte Gelenkkapsel:** Eine dorsale Kapselverkürzung kann den Oberarmkopf nach vorne und oben drängen und so die subakromiale Enge verstärken.
- **Haltung und Arbeitsplatz:** Eine vorgeneigte Körperhaltung mit nach vorne gezogenen Schultern — typisch bei langem Sitzen am Schreibtisch — begünstigt die Entwicklung eines Impingements.

## Typische Symptome

Die Beschwerden eines Schulter-Impingements entwickeln sich oft schleichend und werden von Betroffenen anfangs häufig als "normale" Verspannung abgetan. Typische Symptome sind:

- **Schmerzen an der Schulteraußenseite:** Der Schmerz sitzt meist seitlich an der Schulter, nicht direkt im Gelenk. Er wird oft als tiefer, ziehender Schmerz beschrieben, der in den Oberarm ausstrahlen kann.
- **Schmerzhafter Bogen (Painful Arc):** Beim seitlichen Anheben des Arms treten die Schmerzen typischerweise zwischen 60° und 120° auf. Oberhalb dieses Winkels lassen sie wieder nach — ein sehr charakteristisches Zeichen.
- **Nachtschmerz:** Viele Betroffene berichten über Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter. Der Nachtschmerz kann den Schlaf erheblich stören und ist oft der Grund, ärztliche Hilfe zu suchen.
- **Bewegungseinschränkung:** Griffe über Kopf, hinter den Rücken oder seitliches Anheben werden zunehmend schwierig.
- **Kraftverlust:** Bei länger bestehendem Impingement verliert die betroffene Schulter spürbar an Kraft — ein Zeichen, dass die Rotatorenmanschette in Mitleidenschaft gezogen wird.

### Der Teufelskreis aus Schmerz und Schonhaltung

Ein wichtiger Mechanismus, der das Impingement aufrechterhält: Wer Schmerzen hat, bewegt die Schulter weniger und nimmt eine Schonhaltung ein. Dadurch verkürzen sich bestimmte Muskeln und Kapselanteile, die Schulterblattführung verschlechtert sich, und die muskuläre Stabilisation nimmt weiter ab. Die Enge unter dem Schulterdach verstärkt sich — ein Teufelskreis entsteht.

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist eines der wichtigsten Ziele der konservativen Therapie.

## Diagnose: Wie wird ein Schulter-Impingement festgestellt?

Die Diagnose eines Schulter-Impingements wird primär klinisch gestellt — durch ein ausführliches Gespräch und eine gezielte körperliche Untersuchung.

### Anamnese

Im Gespräch erfassen wir die Art und Lokalisation der Schmerzen, auslösende Bewegungen, den zeitlichen Verlauf sowie berufliche und sportliche Belastungen.

### Klinische Untersuchung

Spezifische klinische Tests helfen, ein Impingement zu identifizieren und andere Ursachen abzugrenzen:

- **Painful-Arc-Test:** Aktives seitliches Anheben des Arms — Schmerz zwischen 60° und 120° ist ein Hinweis auf subakromiale Pathologie.
- **Hawkins-Kennedy-Test:** Der Arm wird nach vorne angehoben und nach innen rotiert. Provoziert dies Schmerzen, spricht das für eine Einengung im subakromialen Raum.
- **Neer-Test:** Der Untersucher hebt den Arm des Patienten passiv nach vorne an, während das Schulterblatt fixiert wird. Schmerzprovokation deutet auf ein Impingement hin.
- **Jobe-Test und weitere Tests** zur Beurteilung der einzelnen Sehnen der Rotatorenmanschette.

### Bildgebung

Bildgebende Verfahren sind bei einem Schulter-Impingement nicht routinemäßig erforderlich. Sie werden gezielt eingesetzt, wenn die klinische Untersuchung allein keine eindeutige Zuordnung erlaubt oder ein struktureller Schaden vermutet wird:

- **[**Ultraschall-Diagnostik**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/ultraschall-diagnostik):** Dynamische Untersuchung der Rotatorenmanschette und des Schleimbeutels — direkt in der Praxis, ohne Strahlenbelastung. Sehnenveränderungen und Bursitis lassen sich zuverlässig erkennen.
- **Röntgen:** Beurteilung der knöchernen Strukturen, Akromionform und möglicher Kalkdepots.
- **MRT (bei Bedarf):** Bei Verdacht auf einen Sehnenriss der Rotatorenmanschette oder wenn nach mehrwöchiger Therapie keine Besserung eintritt.

> Wichtig zu wissen: Ein auffälliger Befund in der Bildgebung bedeutet nicht automatisch, dass dieser die Beschwerden verursacht. Viele Menschen haben Veränderungen im MRT, die völlig beschwerdefrei sind. Die Therapieentscheidung basiert immer auf dem Zusammenspiel aus Symptomen, klinischem Befund und — wenn nötig — Bildgebung.

## Konservative Therapie: Der erste und wichtigste Schritt

Die konservative Therapie ist beim Schulter-Impingement der Goldstandard der Behandlung. Aktuelle Metaanalysen zeigen, dass strukturierte Übungstherapie in Kombination mit manueller Therapie bei der Mehrheit der Betroffenen zu einer relevanten Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung führt.<sup>2</sup>

### Physiotherapie und Übungsbehandlung

Das Herzstück der konservativen Therapie ist ein gezieltes, progressives Trainingsprogramm. Die Schwerpunkte:

- **Kräftigung der Rotatorenmanschette:** Gezielte Übungen für die Außenrotatoren (Infraspinatus, Teres minor) und den Supraspinatus verbessern die aktive Zentrierung des Oberarmkopfes im Gelenk.
- **Schulterblatt-Stabilisation (Skapulatraining):** Training des Serratus anterior und des unteren Trapezius — diese Muskeln sorgen dafür, dass das Schulterblatt bei Armbewegungen korrekt mitgleitet und den subakromialen Raum nicht verengt.
- **Dehnübungen:** Mobilisation der hinteren Gelenkkapsel und Dehnung verkürzter Muskulatur (Brustmuskulatur, oberer Trapezius).

Das Training sollte über mindestens 3 Monate konsequent durchgeführt werden. Eine konservative multimodale Therapie über 3–6 Monate gilt als Behandlung der ersten Wahl.<sup>4</sup>

### Medizinische Trainingstherapie (MTT)

Über die klassische Physiotherapie hinaus bietet die medizinische Trainingstherapie die Möglichkeit, die Übungen unter Anleitung an Trainingsgeräten zu intensivieren. [**Funktionelles Training**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/funktionelles-training) mit progressiver Belastungssteigerung verbessert nicht nur die Kraft, sondern auch die neuromuskuläre Kontrolle der Schulter.

### Manuelle Therapie und Osteopathie

[**Osteopathische Behandlungen**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/osteopathie) und manuelle Therapie ergänzen das Training sinnvoll: Gelenkmobilisation, Weichteiltechniken und Faszienbehandlungen können Beweglichkeit und Gleitfähigkeit im Schulterbereich verbessern. Die Kombination aus manueller Therapie und Übungstherapie zeigt in Studien bessere Ergebnisse als Training allein.<sup>2</sup>

### Schmerzmanagement

- **NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika):** Ibuprofen oder Diclofenac können kurzfristig Entzündung und Schmerz lindern. Eine Daueranwendung ist nicht empfehlenswert.
- **Kälte- und Wärmetherapie:** Kälteanwendungen helfen bei akuten Entzündungsschüben, Wärme kann bei chronischen Muskelverspannungen wohltuend wirken.
- **Kortison-Injektionen:** Eine subakromiale Kortison-Injektion kann bei starken Entzündungsschmerzen kurzfristig Linderung verschaffen. Allerdings zeigen Studien, dass der Effekt nicht langfristig anhält<sup>4</sup> und wiederholte Injektionen die Sehnenqualität beeinträchtigen können. Kortison wird daher nur gezielt und zurückhaltend eingesetzt.
- **[**Akupunktur**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/akupunktur):** Bei chronischen Schulterbeschwerden kann Akupunktur Entzündungsprozesse modulieren und die Schmerzwahrnehmung reduzieren — medikamentenfrei und nebenwirkungsarm.

### Stoßwellentherapie

Die [**Stoßwellentherapie**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/stosswellentherapie) (Selbstzahler- bzw. Wahlleistung) kann bei chronischen Sehnenansatzbeschwerden im Rahmen eines Impingements ergänzend eingesetzt werden. Stoßwellen fördern die Durchblutung, regen Heilungsprozesse an und können die Schmerzverarbeitung positiv beeinflussen.

## Übungen bei Schulter-Impingement

Übungen sind beim Impingement keine Nebensache, sondern die eigentliche Behandlung. Die folgenden fünf Übungen bilden die Grundlage vieler Trainingsprogramme. Welche für Sie passen und in welcher Intensität, legen wir nach der Untersuchung fest.

- **Außenrotation mit Theraband:** Ellenbogen 90° gebeugt und am Körper, Unterarm gegen den Widerstand des Bandes nach außen drehen. 3 Sätze à 12–15 Wiederholungen. Kräftigt Infraspinatus und Teres minor, die den Oberarmkopf zentrieren.
- **Rudern mit Theraband:** Band auf Brusthöhe befestigen, Ellenbogen nah am Körper nach hinten ziehen und dabei die Schulterblätter zusammenführen. 3 × 12–15 Wiederholungen. Aktiviert die Schulterblatt-Muskulatur.
- **Wandgleiten (Wall Slide):** Unterarme an die Wand legen und langsam nach oben schieben, ohne die Schultern hochzuziehen. 2–3 × 10 Wiederholungen. Schult das Mitgleiten des Schulterblatts.
- **Serratus-Punch:** In Rückenlage den gestreckten Arm mit leichtem Gewicht zur Decke schieben, sodass sich das Schulterblatt vom Boden löst. 3 × 12 Wiederholungen. Kräftigt den Serratus anterior.
- **Sleeper Stretch:** In Seitenlage auf der betroffenen Schulter, Ellenbogen 90° gebeugt, den Unterarm mit der anderen Hand sanft Richtung Unterlage drücken. 3 × 30 Sekunden. Dehnt die hintere Gelenkkapsel.

Als Orientierung gilt: Ein leichter Übungsschmerz ist erlaubt, wenn er bis zum nächsten Morgen abklingt. Verstärken sich die Beschwerden, reduzieren Sie Widerstand oder Bewegungsumfang. Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche über mindestens drei Monate sind ein realistischer Rahmen.<sup>2</sup>

## Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine Operation wird erst dann erwogen, wenn eine konservative Therapie über 3–6 Monate konsequent durchgeführt wurde und keine ausreichende Besserung eingetreten ist.<sup>4</sup> Der häufigste Eingriff ist die arthroskopische subakromiale Dekompression — dabei wird über einen minimalinvasiven Zugang Knochengewebe am Akromion abgetragen und der Schleimbeutel entfernt, um mehr Platz für die Sehnen zu schaffen.

### Was sagen die Studien?

Die Evidenz zur Impingement-OP hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Ein Cochrane-Review aus 2019, das mehrere randomisierte Studien zusammenfasst, kommt zu dem Ergebnis: Die arthroskopische subakromiale Dekompression zeigt gegenüber einer Schein-OP oder einer reinen Übungstherapie keine klinisch relevante Überlegenheit.<sup>1</sup>

Zwei große placebokontrollierte Studien stützen dieses Ergebnis. In der britischen CSAW-Studie mit 313 Patienten brachte die Dekompression keinen klinisch relevanten Vorteil gegenüber einer reinen Gelenkspiegelung ohne Eingriff.<sup>5</sup> Die finnische FIMPACT-Studie zeigte auch nach fünf Jahren keinen Nutzen der Dekompression gegenüber einer diagnostischen Arthroskopie oder einer Übungstherapie.<sup>6</sup>

Die deutsche S2e-Leitlinie empfiehlt die operative Dekompression daher nur bei Patienten mit einer klaren strukturellen Ursache (z. B. prominenter Knochensporn) und fehlendem Ansprechen auf konservative Therapie über mindestens 3–6 Monate.<sup>3</sup>

> Ein Schulter-Impingement ist in den meisten Fällen kein chirurgisches Problem. Die Schulter braucht kein Skalpell, sondern ein strukturiertes Trainingsprogramm. Unsere Aufgabe ist es, die Ursache der Enge zu identifizieren und gezielt zu behandeln — mit den Händen und mit einem individuellen Trainingsplan.
>
> — **Prof. Dr. Oliver Tobolski**, Ärztlicher Direktor Ortho4Sport

## Wie lange dauert ein Schulter-Impingement?

Ein Schulter-Impingement braucht in der Regel mehrere Monate, bis die Beschwerden deutlich nachlassen. Die Prognose ist bei konsequenter Therapie gut. Entscheidend sind Geduld und Konsequenz: Die Übungstherapie sollte über mindestens 3–6 Monate durchgeführt werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten.<sup>2</sup>

### Typischer Verlauf der Behandlung

- **Woche 1–6 — Schmerz beruhigen:** Belastung anpassen, Überkopfbewegungen reduzieren, erste Übungen im schmerzarmen Bereich
- **Woche 6–12 — Kraft aufbauen:** gezieltes Training der Rotatorenmanschette und der Schulterblatt-Muskulatur, Alltag und Überkopfarbeit schrittweise zurückgewinnen
- **Monat 3–6 — Belastbarkeit steigern:** sport- und berufsspezifische Belastungen, Rückkehr in Wurf- und Überkopfsportarten

In einer Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt führte die konservative Behandlung innerhalb von zwei Jahren bei rund 60 % der Betroffenen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.<sup>4</sup>

In manchen Fällen können Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben — insbesondere wenn begleitende strukturelle Veränderungen (Teilriss der Rotatorenmanschette, fortgeschrittene Arthrose im Schultereckgelenk) vorliegen. Auch in diesen Fällen ist eine konservative Therapie der erste Schritt.

## Vorbeugung: So schützen Sie Ihre Schulter

Wer seine Schulter langfristig gesund halten möchte, kann mit einfachen Maßnahmen vorbeugen:

- **Regelmäßiges Schultertraining:** Zwei- bis dreimal pro Woche gezielte Übungen für die Rotatorenmanschette und Schulterblatt-Muskulatur. Bereits 10–15 Minuten sind wirksam.
- **Haltung und Ergonomie:** Achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung — besonders bei Bildschirmarbeit. Regelmäßige Haltungswechsel und eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung entlasten die Schultern.
- **Pausen bei Überkopfarbeit:** Bei beruflichen oder sportlichen Überkopfbelastungen regelmäßige Pausen einlegen und Ausgleichsübungen durchführen.
- **Langsame Steigerung:** Neue Sportarten oder Trainingsintensitäten schrittweise steigern. Überambitionierte Steigerungen sind ein häufiger Auslöser.
- **Ausgleichstraining:** Wer einseitige Bewegungsmuster hat (z. B. im Beruf oder beim Sport), sollte gezielt die Gegenbewegungen trainieren.

## Individuelle Behandlung bei Ortho4Sport

In unserer Praxis in Köln-Rodenkirchen verfolgen wir einen strukturierten, evidenzbasierten Ansatz bei Schulter-Impingement:

- **Funktionsanalyse:** Umfassende klinische Untersuchung mit Bewegungs- und Krafttests, bei Bedarf ergänzt durch [**Ultraschall-Diagnostik**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/ultraschall-diagnostik), um die genaue Ursache der Beschwerden zu identifizieren.
- **Physiotherapie und funktionelles Training:** Individuelles Übungsprogramm mit Fokus auf Rotatorenmanschetten-Kräftigung und Skapulastabilisation — begleitet durch [**funktionelles Training**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/funktionelles-training) in unserer Trainingstherapie.
- **[**EMG-Biofeedback**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/biofeedback-training):** Mit dieser Methode können Sie die Muskelaktivierung Ihrer Schultermuskulatur in Echtzeit sehen — das hilft, die richtigen Muskeln gezielt anzusteuern und muskuläre Dysbalancen schneller zu korrigieren.
- **Schmerzmanagement:** Bei Bedarf gezielte medikamentöse Therapie, [**Stoßwellentherapie**](https://www.ortho4sport.de/leistungen/stosswellentherapie) oder subakromiale Injektionen — immer abgestimmt auf die aktuelle Befundlage.
- **Enge Teamarbeit:** Orthopäden, Physiotherapeuten und Trainingstherapeuten arbeiten bei Ortho4Sport Hand in Hand, um eine lückenlose Betreuung sicherzustellen.

Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und wissen möchten, ob ein Impingement die Ursache ist: Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Verwandte Themen: Wenn Ihre Schulter zunehmend einsteift und die Beweglichkeit stark eingeschränkt ist, könnte auch eine [**Frozen Shoulder**](https://www.ortho4sport.de/ratgeber/frozen-shoulder-ursachen-behandlung) vorliegen — ein eigenständiges Krankheitsbild, das eine angepasste Therapie erfordert.

## Häufige Fragen zum Schulter-Impingement

### Wie lange dauert ein Schulter-Impingement?

In der Regel mehrere Monate — die Übungstherapie sollte mindestens 3–6 Monate konsequent durchgeführt werden. Wie die Behandlung in dieser Zeit typischerweise verläuft, beschreiben wir oben im Abschnitt „Wie lange dauert ein Schulter-Impingement?“. In manchen Fällen können Restbeschwerden auch länger bestehen bleiben.

### Kann ein Schulter-Impingement von allein heilen?

Ohne gezielte Therapie können sich die Beschwerden verschlechtern, da der Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und zunehmender Muskelschwäche die Problematik aufrechterhalten kann. Spontane Besserungen kommen vor, sind aber weniger zuverlässig als ein strukturiertes Trainingsprogramm.

### Muss ein Schulter-Impingement operiert werden?

In den meisten Fällen nicht. Aktuelle Studien zeigen, dass die operative subakromiale Dekompression einer Schein-OP nicht überlegen ist. Eine OP wird nur erwogen, wenn konservative Therapie über 3–6 Monate ohne ausreichende Besserung geblieben ist und eine klare strukturelle Ursache vorliegt.<sup>4</sup>

### Welche Übungen helfen bei einem Schulter-Impingement?

Besonders wirksam sind Übungen zur Kräftigung der Außenrotatoren (z. B. Außenrotation mit Theraband), Schulterblatt-Stabilisationsübungen (z. B. Wandgleiten, Serratus-Punches) und Dehnübungen für die hintere Gelenkkapsel (Sleeper Stretch). Wichtig: Das Training sollte unterhalb der Schmerzgrenze beginnen und langsam gesteigert werden.

### Was ist der Unterschied zwischen Impingement und Frozen Shoulder?

Beim Impingement sind vor allem aktive Bewegungen schmerzhaft — die passive Beweglichkeit bleibt oft erhalten. Bei der Frozen Shoulder ist die Schulter sowohl aktiv als auch passiv in der Bewegung eingeschränkt, da die Gelenkkapsel verklebt und schrumpft. Beide Erkrankungen können ähnliche Symptome verursachen, erfordern aber unterschiedliche Behandlungsansätze.

## Quellen

1. Karjalainen TV, et al.: "Subacromial decompression surgery for rotator cuff disease." Cochrane Database Syst Rev. 2019;1(1):CD005619. DOI: [**10.1002/14651858.CD005619.pub3**](https://doi.org/10.1002/14651858.CD005619.pub3)
2. Steuri R, et al.: "Effectiveness of conservative interventions including exercise, manual therapy and medical management in adults with shoulder impingement: a systematic review and meta-analysis of RCTs." Br J Sports Med. 2017;51(18):1340-1347. DOI: [**10.1136/bjsports-2016-096515**](https://doi.org/10.1136/bjsports-2016-096515)
3. S2e-Leitlinie Subacromiales Impingement (AWMF-Registernr. 033-056, neue Registernr. 187-060), DGOOC/DGOU/DVSE, Version 1.0, Stand 20.11.2021. [**AWMF-Register**](https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/033-056)
4. Garving C, et al.: "Impingement Syndrome of the Shoulder." Dtsch Arztebl Int. 2017;114(45):765-776. DOI: [**10.3238/arztebl.2017.0765**](https://doi.org/10.3238/arztebl.2017.0765)
5. Beard DJ, Rees JL, Cook JA, et al.: "Arthroscopic subacromial decompression for subacromial shoulder pain (CSAW): a multicentre, pragmatic, parallel group, placebo-controlled, three-group, randomised surgical trial." Lancet. 2018;391(10118):329-338. DOI: [**10.1016/S0140-6736(17)32457-1**](https://doi.org/10.1016/S0140-6736%2817%2932457-1)
6. Paavola M, Kanto K, Ranstam J, et al.: "Subacromial decompression versus diagnostic arthroscopy for shoulder impingement: a 5-year follow-up of a randomised, placebo surgery controlled clinical trial." Br J Sports Med. 2021;55:99-107. DOI: [**10.1136/bjsports-2020-102216**](https://doi.org/10.1136/bjsports-2020-102216)

![Luca Vorrat](https://www.ortho4sport.de/_vercel/image?url=%2Fimages%2Fteam%2Fluca-vorrat-1.png&w=375&q=80)

**Luca Vorrat**

Sporttherapeut, Ortho4Sport Köln-Rodenkirchen

[**Zum Profil **](https://www.ortho4sport.de/team/luca-vorrat)

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- [Frozen Shoulder: Diagnostik und Behandlung](https://www.ortho4sport.de/schmerzen-verletzungen/frozen-shoulder)
- [Schulter-Impingement: Diagnostik und Behandlung](https://www.ortho4sport.de/schmerzen-verletzungen/schulter-impingement)
- [Rotatorenmanschettenriss: Diagnostik und Behandlung](https://www.ortho4sport.de/schmerzen-verletzungen/rotatorenmanschettenriss)

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